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Rückkehrerportraits

Die Rückkehr in die Heimat stand immer fest

 

Laura und Marco Paulick starten ihre gemeinsame Zukunft in Lauchhammer

Für das frisch verheiratet Ehepaar Laura und Marco Paulick stand eigentlich vom ersten Tag ihres Kennenlernens fest: „Unsere Zukunft liegt in der Heimat“. Der 29-jährige Polizeimeister hat nach dem Abitur und einer Berufsausbildung als Physiotherapeut eine Ausbildung bei der Bundespolizei in Neustrelitz im Jahr 2013 begonnen. Wie das Leben so spielt, lernte er gerade in dieser Zeit seine jetzige Frau Laura kennen: „Wir haben dann zwei Jahre eine Wochenendbeziehung geführt“, beschreibt er diese Zeit. In der Zwischenzeit reifte aber die Entscheidung bei dem jungen Paar, dass der Dienst bei der Bundespolizei nicht unbedingt der Zweisamkeit förderlich ist. Mit dem Abschluss als Polizeimeister im Jahr 2016 reichte Marco Paulick dann auch seinen Abschied bei der Bundespolizei ein: „Ich erhielt ein Sperrjahr, das ist so üblich“, beschreibt er seinen weiteren Werdegang. Freundin Laura hatte in der Zwischenzeit nach dem Abitur eine Ausbildung als Erzieherin beendet und arbeitete in Finsterwalde in der Kita Entdeckerland. Als dann für Marco die Stelle bei der Landespolizei in Görlitz frei wurde, hieß es Entscheidungen zu treffen. „Für mich war klar, dass ich bei meinem Freund bleibe“, stellt Laura klar. Eine Arbeit war für die junge Erzieherin schnell gefunden: „Ich habe eigentlich meinen Traumjob gehabt“, lächelt sie. „Ich war als Horterzieherin und mit super Kollegen beruflich sehr glücklich“, fügt sie hinzu. Auch für den jungen Polizeimeister lief es im Einsatzzug in Görlitz nicht schlecht. „Unser Herz hing aber immer an Lauchhammer, da waren unsere Familien und unsere Freunde“, sind sich beide einig. Mit diesem Gedanken im Kopf wurde die Rückkehr geplant. Für den jungen Polizeimeister war es aber gar nicht so einfach die Arbeitsstelle zu wechseln: „Man muss eigentlich drei Jahre in der Dienststelle bleiben, ehe man wechseln kann“, beschreibt er den regulären Ablauf. Ein Schlupfloch bietet ein sogenannter „Tausch“, also, wenn ein anderer Polizist aus der Region Oberspreewald-Lausitz nach Görlitz möchte: „Das ist aber wie ein Sechser im Lotto“, lacht der Polizeimeister. Dass die Geschichte dann doch ein Happy End gefunden hat, ist nicht zuletzt der Hartnäckigkeit von Ehefrau Laura geschuldet. „Da bekannt war, dass ich tauschen möchte, kam dann tatsächlich auch ein Angebot. Ich war aber skeptisch“, erinnert sich Marco. „Eigentlich habe ich gesagt, das klappt sowieso nicht, aber Laura drängte mich zum Anruf“, erinnert er sich. Dass das Glück dem Tüchtigen hold ist, zeigte sich dann in der überraschenden Aussage, dass der Tauschwillige aus Lauchhammer kam und unbedingt nach Görlitz wollte. „Wir waren im siebten Himmel“, lacht Laura. Parallel wurden schon die Möglichkeiten in Lauchammer abgeklopft. „Wir hatten gute Unterstützung von der Stadt Lauchhammer“, erinnern sich beide. Dass ihr Leben mehrere Wochen auf gepackten Koffern stattfand, war dann kein Problem mehr. So mal sie tatkräftige Unterstützung hatten: „Wir sind allen sehr dankbar, denn ohne unsere Familie und unsere Freunde wäre der Umzug nicht so reibungslos über die Bühne gegangen“, zeigen sich beide immer noch ergriffen. Als frisch verheiratetes Paar und werdende Eltern sind beide glücklich in ihrer Heimat Lauchhammer. Marco Paulick versieht sein Dienst auf der Polizeiwache Senftenberg und Laura hat ihren beruflichen Mittelpunkt in einer Kita in Lauchhammer gefunden. Dass sie hier nicht mehr weg wollen, zementieren sie auch mit einem geplanten Hausbau. „Wir können nur jedem der die Heimat verlassen hat, empfehlen den Kontakt nicht abreißen zu lassen. Die Rückkehrertage sind ein gutes Mittel, vielleicht wieder in heimatliche Gefilde zurückzukommen“, ist sich das junge Paar aus Lauchhammer sicher.

11/2018, Peter Aswendt, Portrait, Text

Marco und Laura Paulick fühlen sich in ihrer Heimat Lauchhammer am wohlsten. Ende Oktober dieses Jahres haben sich beide das Ja-Wort gegeben.

Einmal rund um die Welt und dann nach Senftenberg

Melanie Reinecke kehrt als Lehrerin an ihre Grundschule zurück

„Es ist schon verrückt, dass ich an den Ort meiner Einschulung zurückkehre und meine damaligen Lehrer jetzt zum Teil meine Kollegen sind“, lacht Melanie Reinecke (27). Mit der Grundschule am See und dem Emil-Fischer-Gymnasium verbrachte sie ihre gesamte Schulzeit in Senftenberg ehe sie zum Studium des Grundschullehramtes an die Universität nach Erfurt wechselt. „Lehrerin zu sein war schon immer mein Traum“, erinnert sie sich. Damals entschied sich die junge Studentin für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Sachkunde. Zwar hatte Melanie Reinecke im Jahr 2015 den Masterabschluss in der Tasche, aber die übliche Verspätung bei dem Erstellen der Zeugnisse verhinderte eine zeitnahe Bewerbung. „Ich musste mir jetzt Gedanken machen, wie ich die Zeit überbrücke“, erinnerte sich die damalige Uni-Absolventin. Als sie das Angebot für eine Kinderbetreuung auf einem TUI Kreuzfahrtschiff entdeckte, bewarb sie sich kurzerhand und wurde angenommen. „Es sollten erstmal nur vier Monate werden, denn ich wollte im darauffolgenden Jahr mein Referendariat machen“, so ihre damaligen Pläne. Um es vorweg zu nehmen, aus den vier Monaten wurden zweieinhalb Jahre. So war sie auf den TUI-Schiffen „Mein Schiff 1“ bis „Mein Schiff 6“ unterwegs. Bereiste Asien, die Karibik Amerika und Europa. Eines ihrer schönsten Erlebnisse hatte sie am Silvesterabend 2015: „Wir lagen vor Madeira im Hafen der Stadt Funchal. Unser Schiff lag so günstig, sodass wir freie Sicht auf das beeindruckende Feuerwerk hatten, das den Hafen und die Insel hell erleuchtete“, schwärmt sie noch heute. Trotz aller Seefahrtromantik und der tollen Arbeit mit den Kindern, sind die Abende in den Kajüten recht einsam: „Man erinnert sich oft an die Familie“, gesteht sie. Also war der Plan noch im Jahr 2016 von Bord zu gehen. Alleine das Jobangebot als Deutschlehrerin für die Schiffscrew zu arbeiten, ließ die junge Senftenbergerin noch einmal weich werden. Aber im November 2017 war es dann soweit: „Ich bin kurz entschlossen nach einer Kreuzfahrt nach Kolumbien im Hafen von Cartagena von Bord gegangen und mit dem Flugzeug nach Berlin geflogen“, erinnert sich Melanie Reinecke. Gleich noch im Dezember 2017 besuchte sie die Rückkehrertage in Schwarzheide, um sich zu informieren: „Es ist nicht schlecht, so ein kompaktes Angebot der Region zu bekommen, denn von Jobs bis zu Wohnungsofferten war alles vertreten“, bestätigt sie. Mit der Annahme ihrer Bewerbung als Lehrerin an der Grundschule am See in Senftenberg schließt sich der Kreis für die junge Senftenbergerin, die einmal rund um die Welt gereist ist und nun ihren Anker in der Heimat geworfen hat. „Ich bin sicher, dass ich mein Referendariat im kommenden Jahr positiv beenden werde und im Übrigen bin ich super glücklich wieder bei meiner Familie und meinen Freunden sein zu können“, schließt sie lächelnd.

09/2018 Martin Hanschick, Portrait, Text

Vom Emsland in die Lausitz

Thomas Büsse hat in Großräschen sein neues Zuhause gefunden

Großräschen. Auch in diesem Jahr bietet der Regionale Wachstumskern Westlausitz (RWK) zu den Rückkehrertagen (27./28.12.) attraktive Möglichkeiten an, um entweder in die Heimat zurückzukehren oder eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Eine berufliche Zukunft in der Lausitz fand auch Thomas Büsse (57) aus Lingen im Emsland. „Ich habe ein Jobangebot vom Fraunhofer Institut bekommen und war neugierig“, beschreibt der Diplom-Ingenieur seine Intensionen zur beruflichen Veränderung. Dass damit ein kompletter Wechsel des privaten Umfeldes einherging, war für den Emsländer kein Problem. „Ich bin vor knapp fünf Jahren zu Gesprächen in die Lausitz gekommen und habe im Seehotel Großräschen gewohnt“, erinnert er sich. Die Entscheidung war schnell gefallen und Thomas Büsse forschte ab sofort im Chemiepark Schwarzheide an der Verarbeitungstechnik von Biopolymeren.

Den Wohnort Großräschen hat sich Thomas Büsse bewusst ausgesucht: „Als ich die Tage im Hotel verbrachte, habe ich mich intensiv umgeschaut und gemerkt, hier in Großräschen tut sich was“, schildert er seine ersten Eindrücke. Deshalb überlegt er nicht lange und fand in Großräschen seinen privaten Lebensmittelpunkt. Da Thomas Büsse neben seinem Beruf auch privat ein aktiver Mensch ist, engagierte er sich in einigen kirchlichen Aktivitäten der Stadt. Hier lernte er auch den Bürgermeister Thomas Zenker kennen. Dass beide, neben dem gleichen Vornamen, noch etwas anderes verbindet, war ein grandioser Zufall. „Ich erzählte dem Bürgermeister von meiner sportlichen Vergangenheit im Rudersport“, erinnert er sich. „Als mich der Bürgermeister dann später fragte, ob ich mich nicht beim Aufbau einer Arbeitsgemeinschaft (AG) Seesport an der Friedrich-Hoffmann-Oberschule beteiligen möchte, war die Freude groß“, lacht Thomas Büsse. Die Freude kam bei dem leidenschaftlichen Ruderer nicht von ungefähr: „Rudern ist ein wichtiger Teil meines Lebens“, stellt er klar. Mit der längsten Ruderstrecke auf stehendem Wasser, die 233 Kilometer lang war, sicherte sich Thomas Büsse auch einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde. Eine seiner größten Herausforderungen als Ruderer bewältigte er als Nationalmannschaftstrainer des deutschen Leichtgewichts-Doppelvierers. Als er die Rudermannschaft, bei der Ruderweltmeisterschaft im Jahr 1998 in Köln, zur Silbermedaille führte, war das für den passionierten Ruderer ein Höhepunkt seiner Trainerkarriere.

In der Zwischenzeit sind es viereinhalb Jahre geworden, in den Thomas Büsse seine neue Heimat schätzen und lieben gelernt hat. „Ich fühle mich hier sehr wohl, die Menschen und die Natur sind etwas Besonderes“, schildert er sein Lebensgefühl. „Ich haben meine Weg in die Lausitz nicht bereut und kann jedem empfehlen, sich bei den Rückkehrertagen über die Potenziale der Region zu informieren“, schließt Thomas Büsse.

10/2018, Peter Aswendt, Portrait, Text

Familie Trampler

Auf Anruf – Unternehmensnachfolge

Schwarzheider Taxiunternehmen plant die familiäre Ablösung / Junge Familie kehrt in die Heimat zum Arbeiten und Leben zurück

Schwarzheide/Senftenberg. Dass die Lausitz immer mehr an Lebensqualität gewinnt, ist für viele berufliche Auswanderer bei den jährlichen, heimischen Familientreffen zu sehen. Lebensqualität war es auch, die eine junge Familie nach Schwarzheide zurückkehren lies. Franziska (35) und Christoph (39) Trampler haben einen Plan. Sie übernehmen in den nächsten Jahren das Taxiunternehmen ihrer Eltern beziehungsweise Schwiegereltern in Schwarzheide. „Wir hatten schon oft darüber geredet, ob und wann unsere Tochter und der Schwiegersohn uns als Unternehmer nachfolgen“, erzählt Horst Gerner, Inhaber des Taxiunternehmens in Schwarzheide. „Bei der Wirtschaftsförderung in Schwarzheide, bei Ute Kolanowski, haben wir uns auch nach Möglichkeiten für eine Unternehmensnachfolge erkundigt“, fügt Petra Gerner, Mutter von Franziska und Mitinhaberin des Unternehmens, hinzu.

Franziska Trampler lernte den Beruf der Krankenschwester in Frankfurt am Main. Nach der Ausbildung arbeitete sie als verantwortliche Schwester in der Notfallmedizin und qualifizierte sich zur Sozialassistentin im thüringischen Heiligenstadt. Schwiegersohn Christoph Trampler, aus Magdeburg stammend, ergriff den Beruf eines Kochs und erklomm über mehrere Stationen die Erfolgsleiter, bis hin zum Hoteldirektor. In dieser Position war er für ein namhaftes israelisches Unternehmen tätig. „Es gab sogar Angebote in Israel zu arbeiten und zu leben“, berichtet Christoph Trampler. Doch die Sicherheitsaspekte in Israel und die Sorge um seine junge Familie, lies die Karriere in den Hintergrund treten. Stattdessen rückte die Heimat immer mehr in den Vordergrund. Ein Stück Heimatverbundenheit zeigte sich schon, als das junge Ehepaar nach Berlin ging. „Aber auch Berlin ist eine Großstadt, in der Kinder nicht unbedingt frei von Einschränkungen aufwachsen können“, gibt Franziska Trampler zu bedenken. Da gleichzeitig im elterlichen Unternehmen die Unternehmensnachfolge zur Diskussion stand, begann für das junge Ehepaar eine ernsthafte Planung einer Rückkehr in die Heimat. Mit Unterstützung des Netzwerks „Zukunft Lausitz“ wurde dann ein Plan für die schrittweise Übernahme des Unternehmens durch das junge Ehepaar, für die kommenden Jahre, erarbeitet. „Wenn wir jetzt unsere beiden Kinder sehen, wie ungezwungen sie sich in Schwarzheide bewegen können, ist unser Entschluss mehr als bestätigt worden“, freuen sich die jungen Eltern. „Ein Blick in die Heimat lohnt sich immer, hier tut sich was“, so die einhellige Meinung der jungen Unternehmer.

 

08/12/2017 Martin Hanschick, Portrait, Text

Rainer Stuckatz

Raimund Stuckatz führt Familientradition in Dollenchen fort und nutzt Rückkehrertage zur Personalakquise.

Raimund Stuckatz ist ein Rückkehrer. In Dollenchen führt der Koch ein Familienunternehmen. „Dass ich in der Gastronomie bleibe, war für mich klar, aber ich wollte andere Sichtweisen bekommen“, so der 31-Jährige über seinen Weggang aus dem Heimatort. Sofort nach der Schule ging es ab in das Sauerland, in die Touristenhochburg Willingen. Dort erlernte er den Beruf des Kochs. In der touristisch geprägten Stadt lernte er die Feinheiten des Gastronomiegewerbes von der Pike auf kennen. „Willingen hat gerade mal 2000 Einwohner, aber 10 000 Gästebetten“, lacht Raimund Stuckatz. „Da lernt man das Gastronomiegewerbe in allen seinen Facetten kennen.“

Dann las er das Buch „Rote Gourmet Fraktion – Kochen für Rockstars“ und bewarb sich bei einem der Autoren, beim Koch Ole Plogstedt und begleitete von da an zahlreiche prominente Künstler auf ihren Touren. „Meine ersten Stars, für die ich kochte, waren die Kastelruther Spatzen“, erinnert sich Stuckatz. In die Heimat zog ihn die über 100-jährige Gastronomietradition seiner Familie. Das Gasthaus Stuckatz gehört zu den bekanntesten der Region. „Diese einmalige Tradition darf nicht abreißen“, stellt der gelernte Koch klar. Mit den Impulsen seiner Erfahrung im Veranstaltungscatering stellt Raimund Stuckatz eine gelungene Symbiose aus traditioneller und moderner Gastronomie her. Auch Umweltbewusstsein brachte der junge Gastronom mit in das kleine Dorf im Landkreis Elbe-Elster. Er ließ eine E-Tanksäule an dem Gasthaus installieren und ist mit seiner neuen Idee auch in vielen Verzeichnissen umweltbewusster E-Mobilisten zu finden. Er, der er selbst ein Rückkehrer ist, hat bei den Rückkehrertagen 2016 mit Marcus Töpfer (26) einen Koch aus seinem Heimatort gefunden und eingestellt. Unterstützung erfuhr Raimund Stuckatz im Neo-Entrepreneur-Netzwerk Brandenburg.

 

05/12/2017  Martin Hanschick, Portrait, Text

Sebastian Christoph

Berlin – Chicago und dann doch wieder Finsterwalde
Weltenbummler Sebastian Christoph lies sich von den Menschen der Region zur Rückkehr inspirieren

Finsterwalde/Senftenberg. „Mich hat der Wunsch Geografie zu studieren aus meiner Heimatstadt Doberlug-Kirchhain weggehen lassen“, begründet Sebastian Christoph (32) seinen Weggang aus der Heimat. Als Auswahl standen die Universitäten in Dresden und Berlin zur Debatte. Die Hauptstadt wurde es dann schließlich. Nach dem Masterabschluss in Geografie arbeitete er als Wirtschaftsgeograf an der Berliner Universität. „Aufgrund meines Jobs musste ich viel reisen und lernte dadurch viele Menschen und deren Charaktere kennen“, beschreibt er seine zehnjährige Tätigkeit an der Universität. Wer viel reist, erhält auch viele Eindrücke: „Um alles Erlebte festzuhalten, beschäftigte ich mich immer intensiver mit der Fotografie und kaufte mir die erste Kamera“, erinnert er sich an den Start seiner neuen Karriere. Dass er neben den Reiseeindrücken auch immer mehr den Menschen in seiner Fotografie in den Vordergrund stellte, bescherte ihm die Bekanntschaft mit Steffi Hädicke (31): „Ich suchte eine Stylistin für ein Fotoshooting, und Steffi hat sich via Facebook bei mir gemeldet.“ Da beide einen Draht zueinander hatten, bahnte sich eine längere Zusammenarbeit, zunächst in Berlin, an. Zwischenzeitlich lockte aber wieder einmal die Ferne und Sebastian Christoph zog es für sechs Monate nach Chicago. „Ich war dort als Gastwissenschaftler tätig, merkte aber, dass die Heimat immer mehr lockte“, beschreibt er die Zeit. In der Tat waren die Wochenenden schon in Berlin immer mehr von Reisen ins heimische Elbe-Elster-Land gekennzeichnet. „Bei meinen Besuchen in der Heimat Doberlug-Kirchhain und Finsterwalde stellte ich fest, dass immer mehr junge Leute zu sehen waren und eine merkliche Agilität in der Region zu spüren war“, zeigt er sich begeistert. Durch diese positive Grundstimmung der Menschen, fasste Sebastian Christoph den Entschluss wieder in die Heimat zu gehen und seiner Leidenschaft, der Fotografie, auch hauptberuflich nachzukommen. „Ich erzählte Steffi von meiner Idee ein Unternehmen in Finsterwalde zu gründen, das sich mit Fotografie beschäftigt“, beschreibt der Rückkehrer die Gründung. Lange Überzeugungsarbeit brauchte er nicht zu leisten. Heraus kam das Unternehmen „mir & mich“ in Finsterwalde. Mit professionellen Fotos, inklusive Make-up, wollen die beiden Jungunternehmer für Firmen und im privaten Bereich, zum Beispiel Hochzeiten, die Menschen in ihrer Heimat in Szene setzen. Zu den Rückkehrertagen am 27. und 28. Dezember wird der Jungunternehmer ebenfalls im Atrium in Finsterwalde zugegen sein: „Ich freue mich auf viele Besucher und bestimmt kann ich ein paar überzeugende Tipps für rückkehrwillige Auswanderer geben“, ist sich Sebastian Christoph sicher.

 

18/12/2017 Martin Hanschick, Portrait, Text

 
 

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